Augenakupunktur nach Prof. J. Boel

Es wird natürlich nicht in die Augen gestochen!

Die Augenakupunktur wurde von Prof. Danois John Boel aus Dänemark entdeckt. Dieses neue Akupunktursystem ist einzigartig und äusserst effizient. Es handelt sich hierbei nicht um Chinesische Akupunktur, sondern um ein spezielles Mikrosystem. Bei der Behandlung werden sehr kleine und dünne Akupunkturnadeln verwendet. Die Behandlungspunkte sind in und um die Gelenke herum angeordnet, an denen sich Reflexpunkte befinden, die mit verschiedenen Teilen des Gehirns in Verbindung stehen.

Bei der Augenakupunktur sind dies vor allem die Finger- und Zehengelenke. Das Setzen der Nadeln aktiviert augenblicklich einen Heilungsprozess, bei welchem Hormone und andere heilende Stoffe über den Blutkreislauf zu der gestörten Stelle gelangen.

Mit der Augenakupunktur nach Prof. J. Boel können folgende ärztlich diagnostizierte Augenerkrankungen behandelt werden:

• altersbedingte Makuladegeneration AMD (Altersblindheit)
• Retinitis Pigmentosa (RP)
• Morbus Stargardt
• Verschiedene Netzhauterkrankungen
• Augeninfarkt (Augentrombose)

• Altersweitsichtigkeit
• Grüner Star (Glaukom)
• Grauer Star
• Sehstörungen nach Unfällen oder Operationen
• trockene oder tränende Augen

• Netzhauterkrankung durch Diabetes (diabetische Retinopathie)
• Virale Erkrankung der Augen (z.B. Herpes am Auge)
• Kurzsichtigkeit bei Kindern bis zum 20. Lebensjahr
• Computer Vision Syndrom (CVS)

Es gibt kaum eine Augenerkrankung die nicht behandelt werden kann. Zwar können die Augenleiden nicht immer vollständig geheilt werden, sie können jedoch stark gelindert bzw. ihr Verlauf spürbar verlangsamt werden. Dies ist vor allem bei degenerativen Erkrankungen wie z.B. die Makuladegeneration (Altersblindheit) bereits ein grosser Erfolg. Oft kann die vorhandene Sehkraft nicht nur erhalten, sondern sogar verbessert werden. Lediglich Kurzsichtigkeit bzw. die Myopie und grauer Star im fortgeschrittenen Stadium sind nur eingeschränkt behandelbar.

Durchführung

Das Vorgehen ist für alle Augenleiden das Gleiche. Es wird während zwei Wochen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen behandelt, pro Tag werden die Patienten ZWEIMAL akupunktiert (je 30 Minuten). Der Abstand zwischen den beiden Akupunkturbehandlungen sollte mindestens eine Stunde betragen. Während diesen zwei Wochen kann man erkennen, wie gut der Patient auf die Akupunktur anspricht und ob es Sinn macht, die Behandlung weiter fortzuführen. Zu diesem Zweck machen wir zu Beginn der Therapie einen normalen Visus-Befund an der Sehtafel, welchen wir dann nach 2 Wochen unter denselben Bedingungen wiederholen.

Ist dieser Test nach 2 Wochen positiv werden die Patienten zunächst 2 mal in der Woche, dann 1 mal wöchentlich, dann alle 2 Wochen und später einmal monatlich behandelt.

Wichtig: Bei den meisten degenerativen Augenerkrankungen ist es notwendig die Behandlung regelmässig aufzufrischen (ca. 1 x pro Monat), damit das erreichte Resultat stabilisiert werden kann.

Wirkung

Bei der Augenakupunktur arbeiten wir im Gegensatz zur Chinesischen Akupunktur, nicht über das Meridiansystem, sondern über das Nervensystem. Die Wirkungsweise kann mit einer Schnittverletzung am Finger verglichen werden. In Bruchteil von Sekunden registriert das Gehirn die Verletzung und bringt durch Freisetzung von einer Menge von regulierenden Enzymen und Hormonen, wie Adrenalin und Cortison, sofort den Selbstheilungsprozess in Gang.

John Boel`s Entdeckung ist, dass sich rund um die Gelenke herum sehr empfindliche Punkte befinden, die in Verbindung mit verschiedenen Teilen des Gehirns stehen. Über diese Punkte simulieren wir bei der Augenakupunktur mittels kleiner Nadeln eine Verletzung im Auge und lösen so diesen, wie oben beschriebenen, Heilungsprozess aus.

Nebenwirkungen

Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass täglich tausende von Personen mit dieser Akupunkturtechnik behandelt werden und bis zum heutigen Zeitpunkt keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt werden konnten.

Wir können jedoch bei den meisten Patienten beobachten, dass sich durch die ersten beiden Therapiewochen vielfach das subjektive Wohlbefinden sowie der allgemeine Gesundheitszustand verbessert.

Erfolgsaussichten

Es gibt kaum eine Augenerkrankung die nicht behandelt werden kann. Zwar können die Augenleiden nicht immer vollständig geheilt werden, sie können jedoch stark gelindert bzw. ihr Verlauf spürbar verlangsamt werden. Oft kann die vorhandene Sehkraft nicht nur erhalten, sondern sogar verbessert werden. Lediglich Kurzsichtigkeit bzw. die Myopie und grauer Star im fortgeschrittenen Stadium sind nur eingeschränkt behandelbar.

Bei Patienten mit Makuladegeneration (AMD) und grauem Star wird wegen der geringen Erfolgsaussichten vielfach von einer Operation abgesehen. Hier empfiehlt es sich, die Makuladegeneration zunächst mit der Augenakupunktur zu behandeln, um eine Operation des Grauen Stars zu ermöglichen.

Erstaunlicherweise hängt der Erfolg der Behandlung mehr davon ab, wie stark ein Patient auf die Methode anspricht, als von der Schwere seiner Augenkrankheit selbst.

Bei vielen Patienten ist eine sofortige Reaktion festzustellen, bei anderen dauert es etwas länger, und nur ca. 10 % der Erkrankten reagieren grundsätzlich nicht auf Akupunktur.