Ohrakupunktur / Templantate

Ohrakupunktur

Herkunft

Im Huang Di Nei Jing, einem der ältesten Lehrbücher der chinesischen Medizin aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., beschrieben die Chinesen erstmals die Grundlagen der Akupunktur. Im Nei Jing finden sich bereits Hinweise auf Beziehungen zwischen der Ohrmuschel und einzelnen Körperregionen. In der Zeit der Tang-Dynastie (618-907 n. Chr.) wurden 20 vordere und hintere Ohr-Punkte beschrieben. Dennoch wurde in China die Ohrakupunktur über die Jahrhunderte nicht systematisch weiterentwickelt. Erst durch die Veröffentlichung des französischen Arztes und Physiker Paul Nogier rückte die Ohrakupunktur wieder in das Interesse der chinesischen Medizin.

Langzeitstimulation

Die Suche nach Langzeitstimulation

In China werden Ohr-Samen als eine Form der Dauer-Akupunktur am Ohr eingesetzt. Diese Anwendungsform kommt in China auch heute noch häufig vor, insbesondere bei neurologischen Erkrankungen und in der Sucht-Therapie. In Europa wurden später Dauernadeln entwickelt, welche über einen längeren Zeitraum am Ohr verweilen können. Aus Gründen der Sterilität und Sicherheit können diese Nadeln jedoch nur für wenige Tage oder Wochen am Ohr verbleiben. Die Einführung der Implantat-Nadel, welche es seit 2002 gibt, hat dieses Problem elegant gelöst. Die Implantate können auf den Punkt, ohne Nebenwirkungen und mit einem deutlich minimierten Entzündungsrisiko eingesetzt werden. Akupunktur-Implantate lösen eine sanfte, kontinuierliche und langfristige Reizqualität auf das vegetative und zentrale Nervensystem aus.